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Peter Aschenbrenner

Dr. rer. nat. Peter Aschenbrenner

Wissenschaftlicher Mitarbeiter


Forschung

Im Rahmen seiner Promotion beschäftigte sich Peter Aschenbrenner mit der automatisierten Erstellung von Lerneinheiten. Diese Einheiten sind optimiert für die Lehre von Algorithmen und Datenstrukturen und stellen Instanzen des Rahmenwerks VIDEA dar, das im Rahmen der Forschungsarbeiten von Peter Aschenbrenner entwickelt wurde.

VIDEA steht für Visual Interactive Data Structure Environment for Animations und ermöglicht die automatisierte Erstellung von Lerneinheiten aus visuellen Spezifikationen. Eine zu lehrende Datenstruktur und ggf. ein zu lehrender Algorithmus auf dieser Datenstruktur werden als Graphen und Graphtransformationen der Sprache PROGRES spezifiziert. Das VIDEA-Konzept beschreibt sowohl Beispiele wie auch die generelle Vorgehensweise bei dieser Spezifikation. Außerdem wird beschrieben, wie Datenstrukturen zuerst in der bekannteren Spezifikationssprache UML modelliert und dann (in einem einfachen, händischen Schritt) in Graphtransformationen überführt werden können.

Die entstehenden Lerneinheiten erfüllen die wesentlichen, aus bisherigen Forschungen bekannten didaktischen Anforderungen (wie die Unterstützung eines hohen Maßes an Interaktivität und flüssiger Animation) und können dank eines mächtigen Konfigurationskonzeptes über zwei XML-Konfigurationsdateien an verschiedene Lehrsituationen angepasst werden.

Konfiguriert werden können unter anderem

  • die Abbildung von Zuständen und Operationen auf Fehlermeldungen,
  • die Nutzung verschiedener mächtiger Layoutalgorithmen,
  • die Anzeige einer beliebigen Teilmenge der in der Spezifikation verwendeten Attribute als Beschriftungen von Knoten oder Kanten,
  • Farb- und Stilschemata für die visuelle Darstellung besonderer (Fehler-) Situationen und
  • vom Dozenten vordefinierte Abläufe in Form von Skripten.

Veröffentlichungen

Eine Liste der Veröffentlichungen kann hier eingesehen werden.


Lebenslauf

Peter Aschenbrenner wurde 1969 in Landshut geboren. Das Abitur erlangte er 1988.
Nach dem Wehrdienst begann er das Studium der Informatik und der Physik an der Technischen Universität München, das er im Jahr 1995 mit dem Diplom abschloss.

Danach arbeitete Peter Aschenbrenner von 1996 bis 2001 bei der Firma Oracle im zentralen deutschen Support zunächst als Systemberater und beschäftigte sich im Rahmen dieser Tätigkeit hauptsächlich mit der Lösung von Kundenproblemen im Zusammenhang mit dem Entwurf und der Erstellung verschiedener Arten von Client-Server-Anwendungen auf einer Vielzahl von Plattformen, u. a. Linux, verschiedenen Unix-Derivaten, der Windows-Familie und auch so genannten 'thin clients'. Später leitete er zusätzlich verschiedene fachliche und organisatorische Teams bei Oracle, verfasste Papiere und hielt interne Schulungen ab.

Im Jahr 2001 kam er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität der Bundeswehr München und arbeitete im BMBF-Verbundprojekt MuSofT mit, im Rahmen dessen auch VIDEA entstand. Nach einem vorübergehenden Wechsel an die Technische Universität Darmstadt, wo das zugehörige Teilprojekt von MuSofT abgeschlossen wurde, kehrte Peter Aschenbrenner an die Universität der Bundeswehr München zurück und entwickelt neben der Lehrtätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter VIDEA im Rahmen seiner Promotion weiter.