Komposttoiletten
Komposttoilettenanlagen
In Komposttoilettenanlagen werden menschliche Ausscheidungen spülwasserlos gesammelt und anschließend kompostiert. Ein wichtiger Punkt bei diesen Systemen ist die getrennte Sammlung und getrennte Behandlung der einzelnen Stoffströmen.
Komposttoiletten - Brunnsteinhütte
Die in den Komposttoiletten zurückgehaltenen festen Abwasserinhaltsstoffe samt Strukturmaterial werden vorerst vom hinteren Teil der Anlage periodisch in den vorderen Teil gezogen und dabei durchmischt und belüftet. Von dort wird das Material ausgetragen und mit weiterem Strukturmaterial vermengt zeitlich nacheinander in drei Kompostbehälter gefüllt. Die größte spezifische Volumenreduktion findet dabei in der ersten Zeit nach dem Feststoffanfall durch Abtropfen und Abtrocknen statt.

Durch häufiges Umfüllen (Homogenisierung und Belüftung) lässt sich das anfangs sehr kompakte und feuchte Toiletten-Material durchaus kompostieren und in seiner Qualität deutlich verbessern, was durch eine Abnahme des Wassergehaltes und des Glühverlustes sowie einer Verringerung der bakteriologischen Kontamination zum Ausdruck kommt. Allerdings dauert dies durch das nicht allzu hohe Temperaturniveau bis zu fünf Jahre, da es durch den hohen Wassergehalt, die geringen Volumina und die geringe Belüftung in den Wintermonaten bei den in einer ungedämmten Holzeinhausung untergebrachten Komposttoiletten zu relativ wenig biologischen Umsätzen kommt (Minimaltemperatur -15°C). Bei den im Freien aufgestellten Kompostern werden aufgrund der hohen biologischen Aktivität höhere Temperaturen gemessen dennoch friert im Winter auch hier das Material durch (Minimaltemperatur -5°C).
Hier finden Sie ausführliche Informationen zu Komposttoiletten:
PDF-Datei Komposttoiletten



