Veranlassung
Veranlassung
Der Deutsche Alpenverein praktiziert seit Mitte der 80er Jahre aktiven Umweltschutz im Bereich der Hütten und Wege. Ziel dieser Programme ist unter anderem der Bau von wirkungsvollen Abwasserreinigungsanlagen und der Sicherstellung einer umweltschützenden Entsorgung der anfallenden Reststoffe.
Bei der Abwasserreinigung fallen abgetrennte Inhaltstoffe in unterschiedlicher Qualität und Konsistenz an. Diese Reststoffe wurden bisher meist im Hüttenumfeld aufgebracht. Dieses Vorgehen kann eine Veränderung der Vegetation bewirken, birgt ein örtliches hygienisches Gefährdungspotenzial und kann in sensiblen Lagen die Qualität vorhandener Wasserressourcen beeinträchtigen. Wegen dieser Vorbehalte und den verschärften gesetzlichen Bedingungen hinsichtlich der Klärschlammaufbringung, wird die Entsorgung ins Tal immer häufiger angeordnet.
Der Abtransport anfallender Reststoffe, vor allem der volumenreichen fließfähigen Klärschlämme würde viele Sektionen und Hüttenbetreiber, aufgrund der meist fehlenden Transportwege, wirtschaftlich enorm belasten. Behandlungsverfahren von Klärschlämmen und abgetrennten Abwasserinhaltsstoffen zur Reduzierung ihres Volumens können einen entscheidenden Beitrag leisten, Kosten zu sparen und Ressourcen zu schonen.
Zielsetzung
Seit Beginn des Projektes konnten bestehende Anlagen eingehend untersucht und bewertet werden. Daraus gewonnene Erfahrungen führten zu neuen Ansätzen in Form von systematisch durchgeführten Grundlagenuntersuchungen und in weiterer Folge zur Entwicklung und Einsatz von Prototypen neuer Behandlungsverfahren.



