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Trockentoiletten

Trockentoiletten

In Trockentoilettensystemen werden menschliche Ausscheidungen spülwasserlos gesammelt und anschließend kompostiert. Im Gegensatz zu Komposttoiletten findet bei Trockentoiletten keine Trennung der Stoffströme statt.

Die Trockentoilettenanlage auf der Klostertaler Umwelthütte

Die Klostertaler Umwelthütte liegt auf 2362 Meter Seehöhe im Silvrettagebiet und ist eine ganzjährig geöffnete Selbstversorgerhütte ohne Wasserversorgungsleitungen. Als Wasserabgabe- und Waschstelle dient lediglich ein Laufbrunnen vor dem Haus. Es fällt nur Grauwasser aus dem Küchenbereich und Urin sowie Kompostsickerwasser als Abwasser an. Die mittlere jährliche Belastung beträgt etwa 600 bis 700 Nächtigungen zuzüglich Tagesgäste.

Die Abbildung zeigt das Schema der Trockentoilettenanlage auf der Klostertaler Umwelthütte. Zu erkennen sind die baulichen Konstruktionen, Entnahmeklappen und Abluftrohre.

1993 wurde auf der Hütte eine Trockentoilettenanlage installiert. Die Jahresschmutzfracht ergibt sich aus obigen Zahlen in etwa mit 600 EW60. Der jährliche einwohnerspezifische Anfall mit relativ geringem Strukturmaterialeinsatz und relativ geringer Abbautätigkeit errechnet sich mit 0,11 l/EW60.

Die im Trockentoilettengut untergebrachten Temperatursonden wiesen ein Niveau von knapp unter 0 °C bis maximal +10 °C auf. Bei diesem Temperaturniveau und dem vorhandenen Wassergehalt des Materials (11,9 bis 20,7 M-% Trockensubstanz) sind die biologischen Abbauvorgänge gering.

Hier finden Sie ausführliche Informationen zu Trockentoiletten:
PDF-Datei Trockentoiletten