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Sicherheitsrelevante Detektion von Personen
Sicherheitsrelevante Detektion von Objekten und Personen mit mobilem Sensornetz
Laufzeit: seit April 2008
Im Projekt werden Lösungen für ein temporär einsetzbares, mobiles Sensornetz zur
Detektion von Personen und Objekten untersucht. Ein möglicher Anwen-dungsfall
können schnell auf- und abbaubare Sensornetze zur Überwachung von Bereichen
sein, zu denen ein Personenzugang unzulässig oder nicht gewünscht ist.
Heute übliche Lösungsansätze verwenden meist deterministische Detektions-systeme
aus Näherungssensoren, die jedoch leicht zu täuschen sind und deren
Zuverlässigkeit unter "schwierigen" Detektionsbedingungen (z.B. schlecht
reflektierende Objekte in Gegenwart zahlreicher Hintergrundsignale und in großen
Entfernungen) gering ist. Als der unter den geforderten Randbedingungen (hohe
Detektionssicherheit bei vergleichsweise geringer Sensorknotendichte und
kostengünstigem Sensoraufbau) aussichtsreichere Weg werden im Projekt vor
allem probabilistische Ansätze verfolgt: Aus den durch Personen oder Objekte an
den Sensorknoten hervorgerufenen (auch unvollständigen) Signalen, werden z.B.
wahrscheinliche Bereichen der Bewegungstrajektorien geschätzt, aus denen
Aussagen über die wahrscheinlichen Ziele der Personen abgeleitet werden. Die
Plausibilität dieser Schlussfolgerungen wird aufgrund des Gesamtkontextes
(Orts-, Zeitinformation, Geschwindigkeit/Beschleunigung) geprüft und bewertet.
Insbesondere für temporäre Verwendungszwecke soll sich das mobile Sensornetz
selbsttätig automatisch in Betrieb nehmen können, d.h. die Koordinatenpositionen
der Sensorknoten zueinander in einem beliebig definierten Koordinatensystem
feststellen (Selbstlokalisation).
In der ersten Projektphase werden mögliche Sensorprinzipien auf ihre Eignung
theoretisch und messtechnisch untersucht und die für bestimmte
Detektionsszenarien am besten geeigneten ausgewählt. In den weiteren
Projektphasen werden die Sensorknoten konzipiert sowie beispielhaft Sensornetze
aufgebaut und im praktischen Einsatz evaluiert und optimiert. Eine weitere
Aufgabe des Verbundprojekts ist die Klärung von Fragen in den Bereichen
Datenschutz sowie Schutz der Privatsphäre.
Links: Multisensor-Knoten mit 2 FMCW-Radarsensoren (oben) und Laserscanner (unten).
Rechts: Detektionscharakteristik (ROC) für die Klassifikation von Objektverhalten
- Ruser, H., Wenzl, K., Kargel, Ch.: Detection and tracking of humans with a sparse network of LIDAR sensors, Defense, Security, and Sensing - SPIE 2009, 13.-17.April 2009, Orlando, Florida, USA
- Wenzl, K., Ruser, H., Kargel, Ch.: Configuration of a sparse network of LIDAR sensors to identify security-relevant behavior of people, SPIE Europe Security and Defence 2009 - SPIE 2009, 31.August- 3.September 2009, Berlin, Germany
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