Pressemeldungen
Pressemeldungen
25. März 2009 |
Nachwuchskräfte des Facility Management zu Gast |
07. Januar 2009 |
Frischluftzufuhr garantieren |
28. Juni 2008 |
Tag der offenen Tür der Universität: Reger Andrang bei Präsentationen und Führungen durch das SmartHOME! |
20. März 2008 |
Großes Interesse am Klimafenster! |
19. Dezember 2007 |
Universität und MTU Aero Engines gründen Kompetenzzentrum! |
Nachwuchskräfte des Facility Management zu Gast
25.03.2009: GEFMA Junior Lounge tagt an der Universität der Bundeswehr München
Im Rahmen der GEFMA (German Facility Management Association) Junior Lounge tagte die Regionalgruppe Bayern-Süd am 19. März an der Universität der Bundeswehr München. Das Institut für Baubetrieb der Fakultät für Bauingenieur- und Vermessungswesen initiierte diese Veranstaltung, die sich an Studenten, Absolventen und Young Professionals aus dem Bereich Facility Management richtet.
Nina Dittmer, Leiterin der GEFMA Junior Lounge Bayern-Süd, begrüßte die Nachwuchskräfte zahlreicher Firmen. Anschließend stellte Prof. Jürgen Schwarz (im Bild links) das Institut für Baubetrieb und einige Aktivitäten aus Lehre und Forschung vor. Bei einem gemeinsamen Abendessen im Casino nutzte das Fachpublikum die Gelegenheit, sich besser kennen zu lernen und das Wissen auf dem Gebiet des Facility Management auszutauschen.
Nachhaltige Immobilienbewertung
Der zweite Teil der Veranstaltung wurde im "SmartHOME", dem intelligenten Haus auf dem Campus der Universität, abgehalten. Zunächst stellte Bernd Schadl den Teilnehmern die Universität der Bundeswehr München vor. Es folgte ein Fachvortrag von Raoul Rudloff (im Bild rechts) über sein am Institut für Baubetrieb entwickeltes Modell zur nachhaltigen Bewertung von Immobilien. Das Modell hat zwei Kernaufgaben: Einerseits untersucht es Bauwerksalternativen im Bereich Neubau und Bestand unter Nachhaltigkeitsaspekten und dient dem Eigner in seiner grundlegenden Investitionsentscheidung. Andererseits ist das Modell so konzipiert, dass neben der grundlegenden Investitionsentscheidung im strategischen Bereich auch der operative Bereich im Tagesgeschäft mit abgedeckt wird. Die Erfahrungen, die im Tagesgeschäft gesammelt und standardisiert dokumentiert werden, lassen das Wissen um eine Immobilie unter einer bestimmten Nutzung laufend anwachsen. Das dokumentierte Wissen kann direkt für weitere Konzepte im Bereich Neubau oder Bestand herangezogen werden und wieder in das Modell als Erfahrungswert einfließen. Das Modell ermöglicht dem Anwender, sein Bauwerk nach verschiedenen Zielgrößen, z. B. aus dem ökologischen oder ökonomischen Bereich, zu berechnen. Das wissenschaftliche Modell befindet sich bereits in einem Stadium, dass es für die praktische Anwendung verwendet werden und den Bauherrn, Eigner oder Betreiber in der Entscheidungsfindung unterstützen kann. Die anschließende Diskussion unter Leitung von Prof. Schwarz zeigte, wie aktuell dieses Thema in der Praxis ist.
Facility Management im SmartHOME
Nach diesem Fachbeitrag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit mehr über das "SmartHOME" zu erfahren. Herbert Seubert, Mitarbeiter von Prof. Christian Kargel an der Professur für Sensorik und Mess-Systeme und Facility Manager des SmartHOME, gab den Teilnehmern eine kurze Einführung in die Forschungsaktivitäten im "SmartHOME". Nach dieser Einführung folgte eine Führung durch das Forschungshaus. Insgesamt war die Veranstaltung ein voller Erfolg mit intensiven Fachgesprächen. Es hat sich sehr deutlich gezeigt, dass das Institut für Baubetrieb mit seinen Forschungsbestrebungen auf dem Gebiet der nachhaltigen Immobilienentwicklung den richtigen Weg eingeschlagen hat und die wissenschaftliche Arbeit im Einklang mit den Zielen und Forderungen aus der Praxis steht.
Zur Seite des Instituts für Baubetrieb
Frischluftzufuhr garantieren
07.01.2009: München - Dicke Luft in Büroräumen und Klassenzimmern, und zwar nicht deswegen, weil die Ferien nun zu Ende sind
Besonders wenn im Winter die Heizung an ist, steigt dort die CO2-Konzentration.
Wissenschaftler der Universität Neubiberg haben einen automatischen Fensteröffner entwickelt,
der mit frischer Luft Abhilfe schafft.
Automatisches Klimafenster regelt den Kohlendioxid-Anteil in Räumen
Die Tastatur glüht, und die Köpfe rauchen – im Büro der Landkreisredaktion Süd des Münchner Merkur sitzen die Redakteure vor ihren Bildschirmen und arbeiten konzentriert an ihren Texten. Auf einmal aber das quälende Gefühl, keinen vernünftigen Satz mehr formulieren zu können. Der Textfluss stockt. Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt, das Büro kurz durchzulüften um so die Gehirne der Schreibwütigen wieder mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Frische Luft wirkt nämlich Wunder, denn ist der CO2-Gehalt zu hoch, wird beim Menschen die Leistungs-und Konzentrationsfähigkeit vermindert. Wissenschaftler des Instituts für Mess- und Automatisierungstechnik an der Bundeswehruni Neubiberg entwickelten einen automatischen Fensteröffner, der den Kohlendioxid-Anteil in Räumen regelt, indem er das Fenster je nach Luftqualität öffnet und schließt. „Das Prinzip ist einfach“, erklärt der Sprecher der Bundeswehruniversität Neubiberg, Michael Brauns. „Im Fensterrahmen ist ein Sensor integriert, der regelmäßig den Kohlendioxid-Gehaltin der Luft misst. Wird der festgelegte Grenzwert überschritten, sendet der Sensor ein Signal an den Antriebsmotor im Fensteröffner“, so Brauns. Dadurch öffnet sich das Fenster und bleibt so lange offen, bis durch den Luftaustausch eine gute Luftqualität gewährleistet ist.
Eine einfache und doch geniale Idee. Die Nachfragen sind dementsprechend hoch. Christian Kargel, der den Lehrstuhl für Sensorik und Messsysteme innehat und das Projekt leitet: „Wir hätten genügend Kunden für dieses System. Jetzt gilt es, dass ein Partner aus der Industrie damit in Serienproduktion geht. Die Verhandlungen hierzu sind am Laufen.“
CO2-Gehalt in Kindergärten stets überschritten
Auch Ottobrunns Bürgermeister Thomas Loderer hat der Bundeswehruniversität bereits einen Besuch abgestattet, um sich dieses System einmal genauer anzuschauen. Denn auch er weiß: „Es ist unglaublich, welche Auswirkung schlechte Luft auf das Denkvermögen hat.“ Dieses Thema findet aber seiner Meinung nach noch zu wenig Beachtung. Loderer gibt zu, dass auch er erst beim Besuch der Bundeswehruniversität richtig dafür sensibilisiert worden sei. Auch Christian Kargel ist die mangelnde Kenntnis über die CO2-Konzentration in Räumen bewusst und er spricht gar von einer „stiefmütterlichen Behandlung“ des Themas, denn in 92 Prozent aller Schulen oder Kinderkrippen sei der Kohlendioxid-Wert stets überschritten. „Es gibt einfach noch zu wenig Maßnahmen in diese Richtung“, klagt der Professor.
Für die Gemeinde Ottobrunn ist ein ausreichender Sauerstoffgehalt jedenfalls zu einem großen Thema geworden. So fordert die Gemeinde beispielsweise bei der Ausschreibung für den Bau des Gymnasiums in Höhenkirchen-Siegertsbrunn von den Anbietern eine Gewährleistung, dass in den Unterrichtsräumen nie der Wert von 1500 ppm an Kohlendioxid überschritten wird. Welche technischen Lösungen die Baufirmen dabei anbieten, sei Nebensache. „Natürlich wäre auch das System der Neubiberger Wissenschaftler ein Weg“, sagt Loderer. „Es gibt viele Möglichkeiten. Eine andere Lösung wäre ein Luftaustausch durch kontrollierte Lüftung.“ Dabei wird durch Lüftungsrohre frische Luft in Zimmertemperatur zugeführt.
Im Ottobrunner Rathaus wenden die Mitarbeiter übrigens noch die konventionelle Methode an, wie Bürgermeister Loderer schmunzelnd anmerkt. Und das bedeutet: „Fenster aufreißen und frische Luft reinlassen.“
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Großes Interesse am Klimafenster
20.03.2008: Professur für Sensorik und Mess-Systeme auf der Energiesparmesse Wels vertreten
Industrie, Privatleute - und die Politik waren interessiert am Exponat, das die Professur für Sensorik und Mess-Systeme der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität der Bundeswehr München auf der Energiesparmesse Wels im März 2008 präsentierte: Prof. Christian Kargel erklärte etwa dem bayerischen Umweltminister Dr. Otmar Bernhard und Josef Pühringer, Landeshauptmann von Oberösterreich (im Bild v.l.n.r.), das automatische Klimafenster mit CO2-Sensor, das an seiner Professur entwickelt wurde.
Effiziente und sparsame Lüftung
Die Energiesparmesse Wels ist eine der besucherstärksten Messen für energieoptimiertes Bauen und Sanieren, Erneuerbare Energien, Heizen und Wasser-Sanitär in Europa. Als Vertreter der Universität der Bundeswehr München war die Professur für Sensorik und Mess-Systeme am Messestand der Initiative "Bayern Innovativ" beteiligt. Zeitgleich mit der Energiesparmesse wurde auch in diesem Jahr wieder der internationale Kongress "World Sustainable Energy Days 2008" in Wels abgehalten, der über 1000 Teilnehmer aus 61 Ländern anlockte. Energieeffizienz spielt in der Forschung von Prof. Kargel und seinem Team eine große Rolle. Der Einsatz von intelligenter Sensorik und Messtechnik bildet meist die Basis für energiesparende Lösungen in der Automatisierungstechnik. Auf dem Kongress und der Messe in Wels präsentierten die Wissenschaftler der Universität der Bundeswehr München ihr Forschungsprojekt "Griffintegriertes und nachrüstbares System zur automatischen Raumlüftung mit Kippfenstern". Die Kernstücke dieses Systems sind ein am Lehrstuhl entwickelter, kostengünstiger CO2-Sensor geringer Größe und ein spezieller elektromechanischer Antrieb. Der CO2-Sensor ist zusammen mit einem Feuchte- und einem Temperatursensor, einem digitalen Regler und dem Antrieb in einem Fenstergriff integriert, wodurch die besonders kostengünstige Nachrüstung ermöglicht wird. Steigt der CO2-Gehalt im Innenraum über den empfohlenen Grenzwert an, wird das Fenster automatisch gekippt, jedoch ohne unbehagliche Schwankungen der Raumlufttemperatur zu erzeugen. Wie die Forscher anhand von Messungen in ihrem "Smart Home" am Campus der Universität nachweisen konnten, sorgt diese Lüftungsstrategie auch für eine Einsparung von Heizenergie. So bleibt die Luft für die Bewohner angenehm, gleichzeitig wird mit Lüftung und Heizung effizient und sparsam umgegangen.
Bald in Serienproduktion
Die Messe richtete sich an ein Fachpublikum, war aber an drei Tagen auch für die Allgemeinheit geöffnet. Über 100.000 Besucher zählte die Energiesparmesse Wels an den Publikumstagen. Und die Privatleute waren stark interessiert am innovativen Klimafenster - einige hätten es am liebsten gleich mit nach Hause genommen. Noch ist dies nicht möglich. Im Vorfeld und während der Messe haben aber bereits mehrere Firmen Interesse signalisiert. Die Entwicklung der Universität soll in Kooperation mit einem Unternehmen bald in Serienproduktion gehen, so Prof. Kargel.
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Universität und MTU Aero Engines gründen Kompetenzzentrum
19.12.2007: Langfristige Zusammenarbeit auf dem Gebiet "More Electric Engine" vereinbart
Die MTU Aero Engines und die Universität der Bundeswehr in München haben am Mittwoch, den 19. Dezember 2007, ein gemeinsames Kompetenzzentrum "More Electric Engine" gegründet und eine langjährige Zusammenarbeit auf diesem Gebiet vereinbart. Das Kompetenzzentrum soll Konzepte für Triebwerke entwickeln, die den hohen Anforderungen an elektrischer Energie für zukünftige Flugzeuggenerationen befriedigen können. Der Vertrag wurde auf dem Universitätsgelände in Neubiberg von den Vertragspartnern unterschrieben. Für die MTU unterzeichnete Technik-Vorstand Dr. Rainer Martens und für die Universität der Bundeswehr die Präsidentin Prof. Dr. Merith Niehuss.
Attraktive Partnerschaft
MTU Aero Engines unterhält bereits Kompetenzzentren zu unterschiedlichen Themen mit der RWTH Aachen, der TU München und der TU Stuttgart. "Wir freuen uns sehr über das neue Kompetenzzentrum – vor allem mit einem Partner, mit dem wir schon seit über zwei Jahrzehnten erfolgreich zusammenarbeiten", erklärte der MTU-Technik-Chef Martens im Hinblick auf die Kooperation mit der Universität der Bundeswehr München. Die Präsidentin der Universität, Prof. Niehuss erklärte: "Wir sind zwar eine kleine Universität, aber wir brauchen den Vergleich nicht zu scheuen. Das neue Kompetenzzentrum unterstreicht die Bedeutung der Universität der Bundeswehr als attraktiver Partner für die anwendungsorientierte Forschung im Bereich der Luftfahrt." Besonders freue sie, dass mit dem Kompetenzzentrum Forschung "über Fakultätsgrenzen hinaus" betrieben werde. Beteiligt sind neben dem Institut für Strahlantrieb an der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik (Prof. Reinhard Niehuis) auch Professuren der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik: Elektrische Antriebstechnik und Aktorik (Prof. Dieter Gerling) sowie Sensorik und Messsysteme (Prof. Christian Kargel). Aus der bereits zwischen Prof. Gerling und der EADS laufenden Technologieentwicklungen zum Thema "More Electric Aircraft" erwarten sich alle beteiligten Partner des Kompetenzzentrums nutzbringende Synergien.
Umweltverträglichere Flugzeuge
Ziel der Kooperation ist es, technologische "More Electric Engine"-Lösungen sowie die dafür erforderlichen Komponenten und Mess- und Regelungssysteme zu entwickeln. In Flugzeugen sollen künftig verstärkt elektronische Komponenten zum Einsatz kommen. Dies ist eine Möglichkeit, um die Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit von Passagierflugzeugen zu steigern. Die dafür notwendige elektrische Energie wird vom Triebwerk geliefert. Deshalb muss die Triebwerksarchitektur erweitert werden, unter anderem durch die Integration neuer, leistungsstarker Generatoren.
Neues Flugtriebwerk für die Universität
Erstes sichtbares Zeichen der Kooperation ist ein neues Versuchstriebwerk, das der Universität von der MTU für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt wird. "Das Triebwerk wird eine zentrale Rolle bei den geplanten interdisziplinären Forschungsarbeiten spielen und eröffnet uns langfristige und spannende Forschungsarbeiten, die so an keiner anderen Universität in Deutschland möglich sind", erklärte Prof. Niehuis.
Fotos von der Vertragsunterzeichnung
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