Biosignale - Fenster zu unserem Körper
Kann man Gedanken sichtbar machen? Kann man unsere Muskeln hören? Mit solchen und ähnlichen Fragen befassten sich auch in diesem Sommer wieder Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren, die am Ferienprojekt “Biosignale“ des Instituts für Informationstechnik teilnahmen.
Unter tatkräftiger Beteiligung der Mitarbeiter des Instituts und der engagierten Mitwirkung von Doktoranden und Studenten setzten die begeisterten Teilnehmerinnen an den drei Projekttagen Elektroden, bauten bioelektrische Spannungsquellen aus ihrem Pausenobst, registrierten Augenbewegungen und analysierten Herzraten und Reaktionszeiten. So lernten sie aktiv verschiedene Techniken zur Messung und Auswertung biologischer Signale kennen, die Ärzte zur Diagnose von Krankheiten einsetzen oder Wissenschaftler in der Forschung verwenden. Dazu gehört z.B. die Erfassung der Herzaktivität (EKG), die Hirnstrommessung (EEG) oder die Messung der Muskelaktivität (EMG).

Nach einer kurzen Einführung in die biologischen und technischen Grundlagen führten die zehn Teilnehmerinnen selbst Experimente und Messreihen nach Anleitung durch und bekamen so einen spannenden Einblick in das faszinierende Gebiet der biomedizinischen Informationstechnik. Dabei brachten die Mädels der Frage „Wer ist die Schnellste und Genaueste beim Kampf gegen den virtuellen Gegner am elektronischen Fechtsimulator?“ mindestens ebenso viel Interesse entgegen, wie den mathematischen und technischen Grundlagen der Computer- und Magnetresonanztomographie.
Programm
Beteiligt an der Durchführung des Projektes:
Studierende und DoktorandInnen
Lt. Swantje Hübsche (Betreuerin)
Dipl.- Sportwiss. Miriam Ködderitzsch-Frank (motorische Aktivierung Fechtsimulation)
Mitarbeiter des Professur für Informationsverarbeitung (Prof. Bauch)
Cornelia Budach (Logistik)
Josef Dochtermann (Logistik, Rechnersysteme)
Wolfgang Hanzl (Logistik)
Wolfgang Weber (Versuchsaufbauten, Bioelektrizität)
Mitarbeiter des Professur für Informationstechnische Systeme (Prof. Lankl)
Karl-Heinz Schlücker (Bioelektrizität)
Gesamtleitung und Moderation
PD. Dr.-Ing. Gerhard Staude

"Mädchen machen Technik" ist ein Ferienprogramm für bayerische Schülerinnen. Es findet jährlich auf Initiative der Frauenbeauftragten der TU München in Zusammenarbeit mit den Frauenbeauftragten und Gleichstellungsbeauftragten der bayerischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen statt.