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KI-Kolloquium 2006

2. Münchener Tunnelbau Symposium 2010

am 6. Mai 2010 an der Universität der Bundeswehr
Neubiberg

www.tbsm.de

 

2. Münchener Tunnelbau Symposium 2010
 

Am 6. Mai diesen Jahres fand das 2. Münchener Tunnelbausymposium im Auditorium Maximum der Universität der Bundeswehr München statt. Die Organisation lag in den Händen der Professoren Boley, Keuser und Schwarz von der Universität der Bundeswehr München sowie von Herrn Dr.-Ing. Leucker, Geschäftsführer der STUVA. Mit über 300 Teilnehmern fand die Tagung eine breite, auch internationale Resonanz. Nach den Grußworten der Präsidentin der Universität der Bundeswehr, Frau Prof. Dr. Merith Niehus und des Leiters der Abteilung Ingenieurbau in der Obersten Baubehörde des Bayerischen Staatsministerium des Innern, Herrn Ministerialrat Dipl.-Ing. Karl Goj, behandelte der 1. Vortragsblock internationale Großprojekte. Dipl.-Ing. Gereon Behnen, Bilfinger Berger AG stellte das PPP-Projekt CLEM7 in Brisbane vor, Dipl.-Ing. Mario Theurl, STRABAG AG die Tunnelkette M6 in Ungarn und Dipl.-Ing. Johann Herdina, OEBB-Infrastruktur referierte unter dem Titel Tops und Flops im Unterinntal über wichtige Erfahrungen beim Bau der Brenner Zulaufstrecke.


Die Vorträge zeigten nachdrücklich die technischen Herausforderungen, die bei derartigen Großprojekten zu bewältigen sind und die Impulse für neue Entwicklungen geben. Dies zeigt sich insbesondere bei der Verfahrenstechnik im Spezialtiefbau. Dabei wurde deutlich, dass der Umgang mit den wirtschaftlichen Risiken auf Seiten der Bauunternehmen wie auf Seite der Bauherren geeignete Instrumente erfordert, speziell für die Behandlung unvorhergesehener Ereignisse.


Im 2. Themenschwerpunkt wurden der Betrieb und die Ertüchtigung von Tunneln behandelt. Herr Dipl.-Ing. Bernhard Ettelt, Herr Dipl.-Ing. Ralf Wulf und Herr Dipl.-Ing. Wolf-Dieter Friebel behandelten in ihren Vorträgen die Sicherheit in Straßentunneln aus unterschiedlichen Blickwinkeln, ein sehr aktuelles Thema, das in den vergangenen Jahren durch mehrere schwere Brandunfälle in Tunneln in den Fokus der Öffentlichkeit geraten ist. Mit der zunehmenden Verkehrsbelastung steigen auch die Unfallrisiken, die im Rahmen von Forschungsvorhaben untersucht werden, an denen auch die Universität der Bundeswehr München beteiligt ist. Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass auch bei hohen Investitionen in die technische Sicherheit der Faktor Mensch ein unkalkulierbares Risiko darstellt. Prof. Dipl.-Ing. Hubert Quick stellte ausschließlich unter dem Titel Tunnelaufweitung im Schutze vorauseilender Injektionen das Projekt der Ertüchtigung der Alten Mainzer Tunnel vor.


Nach der Mittagspause präsentierte zunächst Dipl.-Ing. Albert Scheller, DB ProjektBau den aktuellen Planungsstand bei der 2. S-Bahn-Stammstrecke in München. Während die technischen Fragestellungen weitgehend gelöst und das Genehmigungsverfahren fortgeschritten ist, ist die Finanzierung trotz der positiven politischen Entscheidungen noch nicht gesichert. Einen deutlich kleineren Projektumfang hat das von Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Baltzer vorgestellte Projekt für den Neckarufertunnel Heidelberg – Eine Chance für die Stadt am Fluss. Die Vorträge von Dipl.-Ing. Dieter Handke und Dipl.- Ing. Wilfried Glitsch zu zwei im Bau befindlichen Großprojekten, dem City-Tunnel Leipzig und dem Jagdbergtunnel bei Jena, zeigten eindrucksvoll die technische Kompetenz der ausführenden Firmen. Auch bei schwierigen Randbedingungen wurden sowohl innerstädtisch unter einer historischen Bebauung wie auch beim Ausbruch großer Querschnitte die Vortriebsarbeiten sicher durchgeführt.


Über Erfahrungen und neue Entwicklungen im Maschinenvortrieb berichteten Dr.-Ing. Karl Morgen, Dipl.-Ing. Robert Achatz und zum Abschluss der Vortragsreihe Dipl.-Ing. Christian Korndörfer. Die Vorträge zeigten die große Bandbreite der Anforderungen, die an die Bauweise und die Ingenieure gestellt werden. Mussten bei dem Trinkwasserstollen in Ostanatolien insbesondere die begrenzten Ressourcen, die vor Ort verfügbar waren, beachtet werden, so stellten beim Röntgenlaser XFEL die Anforderungen, die von den Forschern an die Genauigkeit gestellt wurden eine bisher einmalige Herausforderung dar, die nur mit dem Grundsatz „geht nicht – gibt´s nicht“ gemeistert werden kann.


Der Ausklang des Symposiums bei einer bayerischen Brotzeit wurde von zahlreichen Teilnehmern zur Diskussion der Vorträge und zum darüber hinausgehenden Meinungsaustausch genutzt.

Bilder vom TBSM 2010

Für eine vergrößerte Darstellung der Bilder klicken Sie bitte auf das jeweilige Bild
 

Veranstalter des 2. Mümchener TBSM
Professoren Boley, Keuser und Schwarz
Mitveranstalter
Dr.-Ing. Leucker

Austellungsansicht

Auditorium

Ausklang bei einer bayerischen Brotzeit

 

Programm

 

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