Gastvortrag Prof. Rolf Krause
Vortragsankündigung
Gastvortrag von Herrn Prof. Dr. Rolf Krause
Am Dienstag, dem 18.3.2008 um 16.00 Uhr hält
Herr Prof. Dr. Rolf Krause
(Universität Bonn)
einen Vortrag über das Thema
Nichtglatte Zerlegungsmethoden für restringierte Minimierungsprobleme in der Mechanik und der Biomechanik
Der Vortrag findet im Raum 0129 im Gebäude 37 auf dem Campus der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg statt.
Abstrakt
Die mathematische Modellierung von (dynamischen) Prozessen in der Mechanik und
Biomechanik führt häufig auf inhärent nichtglatte Minimierungsprobleme mit
Nebenbedingungen. Ursachen für Nichtglattheiten können Effekte an Interfaces
zwischen unterschiedlichen Körpern sein, wie sie bei Kontaktproblemen
auftauchen; Nebenbedingungen können aus der Modellierung spezifischer
Materialien wie etwa Knorpel hervorgehen. Bei der numerischen Lösung der
resultierenden restringierten Minimierungsprobleme muss man mit stark
variierenden lokalen wie globalen Nichtlinearitäten umgehen. Die Anwendung von
Standardverfahren wird dabei durch die Nichtglattheit ebenso erschwert wie
durch die Nebenbedingungen.
In diesem Vortrag werden inhärent nichtglatte
Zerlegungsmethoden vorgestellt, die auf speziell angepassten
Multiskalenhierarchien und nichtlinearen Gebietszerlegungsmethoden basieren.
Sie gestatten die effiziente und robuste Lösung von stark nichtlinearen
Problem mit (quasi-)optimaler Komplexität. Die zugrundeliegenden
Konstruktionsprinzipien werden ebenso diskutiert wie die algorithmische
Umsetzung der entwickelten Methoden und ihre Parallelisierung. Eine
wesentliche Rolle spielen dabei die Kopplung unterschiedlicher
Diskretisierungen oder Gitter und der Informationstransfer zwischen
verschiedenen Gebieten oder Skalen.
Anwendungsbeispiele aus der Mechanik, wie
thermoelastischer oder reibungsbehafteter Kontakt, oder aus der Biomechanik,
wie die Simulation von Knorpel oder die Simulation einer Bandscheibenprothese,
sollen einen Eindruck von der Flexibilität der entwickelten Methodik ebenso
wie vom Abstraktionsgrad der entwickelten numerischen Software vermitteln.



