Quecksilber- Druckporosimeter
Quecksilber-Druckporosimeter
Allgemeines
Mit Hilfe der Quecksilber-Druckporosimetrie (Quecksilberintrusion) werden das Porenvolumen sowie die spez. Oberfläche von porösen Feststoffen bestimmt. Diese Messmethodik ist nur bei nichtbenetzbaren und nicht mit Quecksilber reagierenden Stoffen anwendbar. Aufgrund der auftretenden hohen Drücke ist es ebenso ungeeignet bei leicht zusammendrückbaren Stoffen.Das Verfahren beruht auf der Messung des in einen porösen Feststoff eingepressten Quecksilbervolumens in Abhängigkeit vom aufgebrachten Druck. Es werden nur Poren erfasst, in die beim aufgebrachten Druck Quecksilber eindringen kann.
Eine nichtbenetzende Flüssigkeit dringt nur unter Druck in ein poröses System ein. Der aufzuwendende Druck ist umgekehrt proportional zur lichten Weite der Porenöffnungen. Für zylindrische Poren ist der Zusammenhang zwischen Porenradius und Druck durch die Washburn-Gleichung gegeben:



Besonderes
Mit dem Modell „Porosimeter 2000 Series“ der Firma Carlo Erba handelt es sich um einen Druckporosimeter der Quecksilber in Porenräume mit einem Druck bis zu 200 MPa eindringen lässt. Es können Poren im Radienbereich von 3,5 nm bis zu 7500 nm erfasst werden. Das maximal zu erfassende Porenvolumen ist auf 560 mm³ beschränkt, die Probengröße auf ca. 11 mm x 50 mm.
Die Macroporeinheit 120 dient nur der Probenvorbereitung (Entgasung durch Vakuum und Befüllung mit Quecksilber). Eine Messung der Macroporen (Poren mit Radien größer 7,5 µm) ist aufgrund einer zu geringen Auflösung nicht möglich.



