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Performance Based Logistics - Informationen und Downloads

Das Kompetenzzentrum PBL wurde im Jahr 2011 an der Universität der Bundeswehr mit der Zielsetzung gegründet, PBL als Sammelbegriff für innovative ergebnisorientierte Beschaffungskonzepte zu erforschen und dadurch einen Beitrag zur Optimierung der Kooperation von Streitkräften und Industrie in Deutschland zu leisten.

Die Relevanz der Rüstungsbeschaffung und wehrtechnischen Industrie

Die Bundeswehr investiert jährlich über 7,5 Mrd € und beschafft allein Waren und Dienstleistungen im Wert von 5,3 Mrd. €. Diese Mittel sollen sicherstellen, dass moderne und leistungsfähige Streitkräfte zur Verfügung stehen. Wenngleich Rüstungsprojekte zunehmend international definiert werden, so bilden auch im supranationalen Kontext rüstungstechnologische Industriefähigkeiten die Voraussetzung für zukünftig leistungsfähige Streitkräfte (Weißbuch 2006, S. 15 u. 85).
 

Nutzung innovativer Rüstungsbeschaffungsstrategien

Allerdings musste die Strukturkommission der Bundeswehr in ihrem Abschlußbericht folgendes feststellen: „Die Streitkräfte erhalten ihre geforderte Ausrüstung zumeist weder im erforderlichen Zeit- noch im geplanten Kostenrahmen“ (Strukturkommission 2010, S. 36). Offensichtlich reichen die bestehenden Vertragsmodelle und Controllinginstrumente nicht aus, um eine reibungslose Durchführung derartiger Projekte zu gewährleisten. Bei ihren Empfehlungen zu „Rüstung/Beschaffung/Nutzung“ wird von der Strukturkommission daher vorgeschlagen, „innovative und in den Streitkräften anderer Nationen bereits bewährte Modelle auch für die Zwecke der Bundeswehr nutzbar zu machen.“
International wurden seit Ende der 1990er Jahre Anstrengungen zur Reform öffentlicher (Rüstungs-)Beschaffung unternommen. Die Konzepte werden mit „Commodity Availability Procurement Strategy“ in Großbritannien bzw. „Performance-based Logistics“ in den Vereinigten Staaten bezeichnet. Ein wesentlicher Aspekt derartiger Modelle ist, dass nur auf Basis der wirklichen Nutzung vergütet wird (Ergebnisorientierte Verträge mit leistungsabhängigen Preisen). Die Erfolge hieraus können durch empirische, internationale Beispiele belegt werden, wenngleich für die Umsetzung derartiger Beschaffungsstrategien in Deutschland zahlreiche rechtliche, prozessual-organisatorische und kulturelle Hürden überwunden werden müssen.

Die Bausteine des Kompetenznetzwerks PBL

Das Kompetenznetzwerk PBL setzt sich aus folgenden Teilelementen zusammen:
 

1) Kontaktstelle für PBL-Interessenten: 

  • Zusammenführung sämtlicher relevanter und interessierter Anspruchsgruppen zur Optimierung der Rüstungsbeschaffung (BMVg, Wehrverwaltung, Streitkräfte, Industrieverbände, Wehrtechnische Industrie, Industriebranchen mit PBL-Bezug & Vorlieferanten und Dienstleister).
  • Aktive Kommunikation aktueller PBL-Informationen über Newsletter, Dialogplattformen (Xing).
  • Dialog und Austausch von PBL-Ideen im jährlichen PBL-Symposium und Workshops.
  • Öffentlichkeitsarbeit durch aktive Platzierung von rechtlichen oder andersartigen PBL-Problemstellungen in Zeitschriften, Fachjournalen, Onlinemedien etc. 

2) Netzwerk für PBL-Partner:

  • Durchführung grundlegender Studien, welche dem Gesamtnetzwerk zur Verfügung gestellt werden können (Benchmarking, Best-Practice, Inter-Industry-Study).
  • Erarbeitung konkreter Entscheidungshilfen zu PBL (Checklisten, Vorgehens- und Implementierungsschemata, Kennzahlen- und Anreizsysteme, Strategieanalysen).
  • Jährliche PBL-Generalstudie mit wechselndem Thema.
    In 2011: PBL und die Auswirkunken auf die Supply Chain. 
  • Ggfls. PBL-Managementstudie mit wechselndem Thema.
    In 2011: Ausgestaltungsalternativen ergebnisorientierter Vertragsformen.
  • Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften.
  • Know-How-Erweiterung durch Besuch und Vortrag auf internationalen PBL-Konferenzen.

3) Managementsupport für PBL-Projektpartner:

  • Entwicklung und Implementierung praxisrelevanter Managementmethoden zur direkten Umsetzung von "Pilotprojekten".
  • Schneller Transfer von innovativen Konzepten in die Praxis.
  • Durchführung von Vertiefungsstudien zu gewünschten PBL-Themen.
 

Mehr Informationen rund um das Themengebiet PBL sind seitlich zum Download bereit.  

VierersetInfo

Download > Vorstellung Kompetenznetzwerk PBL

Jahresbericht Wehrwissenschaftliche Forschung des BMVg

Download > Defence Industry Compass 2014

Stimmungsbarometer und Trends in der Verteidigungsbranche als Wiederholungsstudie

Download > PBL Supplier Relationship Management

Logstikmanagement-Konferenz
Bamberg 2011

Download > PBL-Portfolio

MILLOG-Konferenz
Helsinki 2010

Download > Defence Industry Compass 2012

Stimmungsbarometer und zukünftige Trends