Schoenberg
Laserscanneraufnahme der Kirchenburg Schönberg
Prägend für Siebenbürgen (Transilvanien) sind die Kirchenburgen, die zum Schutz der Bevölkerung vor Überfällen aus dem Osten über mehrere Jahrhunderte dienten. Obgleich sie später keinen Verteidigungszweck mehr hatten, blieben sie für die Gemeinden, die durch sie überlebt hatten, Ausdruck kultureller Identität.
Durch den überwiegenden Weggang der sächsisch-stämmigen Bevölkerung nach der Öffnung Rumäniens – geblieben sind vor allem Ältere – kommt es zu einem zunehmenden Verfall der Kirchenburgen. Während die größeren, bedeutenden Kirchenbauten zum Welt-Kulturerbe erklärt wurden, wird für die meisten dörflichen Kirchen noch nach Lösungen für ihren Erhalt gesucht. Die Kirchenburg in Schönberg (Dealu Frumos) wurde 2004 von der Universität für Architektur und Stadtplanung “Ion Mincu”, Bukarest übernommen und soll zum einem Forschungszentrum für die traditionelle siebenbürgener Architektur werden.
Zur Dokumentation des jetzigen Bauzustandes und zur Vorbereitung der Restaurierungsarbeiten wurde im September 2004 in Zusammenarbeit der Ion Mincu Universität, der Fakultät für Geodäsie der Technischen Universität für Bauwesen in Bukarest und dem Institut für Geodäsie der Universität der Bundeswehr München eine Laserscanner-Aufnahme der Kirchenburg durchgeführt.
Laufzeit: 2004 - 2005
Veröffentlichung zum Projekt:
DUTESCU, E., HEUNECKE, O., NEUNER, H. (2007): Digital Documentation of the Fortified Church Schönberg, Siebenbürgen, Based on Terrestrial Laser Scanning. 12th International Congress “Cultural Heritage and New Technologies“,





