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Arbeitsschwerpunkte

Langfristige Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Automatisierung der Standard-Kalibrierverfahren für die Messgrößen „Winkel“, „Strecken“ und „Neigung“
Die Kalibriereinrichtungen des Geodätischen Labors erfordern eine ständige Anpassung an aktuelle Instrumentenentwicklungen. Hierbei stehen im Vordergrund, neue Kalibriermethoden zu entwickeln, sie möglichst zu automatisieren und den Datenfluss mit aktuellen geodätischen Instrumenten zu realisieren. Weiterhin unterliegt der Kalibrier-prozess einem ständigen Qualitätsmanage-ment, wodurch insbesondere durch Ringversuche mit anderen gleichwertigen Laboren die Qualität der Kalibrierung garantiert werden soll.
Laufzeit : seit 1988

Untersuchungen zur Horizontalrefraktion im Tunnelbau
Die meteorologischen Verhältnisse im Tunnel, insbesondere während der Bauphase, er-schweren präzise geodätische Messungen zur Durchführung und Kontrolle des Vortriebs. Experimentelle Untersuchungen zur Horizontalrefraktion sollen die Ableitung von Messverfahren zur Kompensation der hierdurch entstehenden systematischen Messabweichungen ermöglichen. Hierbei geht es vorrangig um die Anlage und genaue Orientierung von Tunnelnetzen mit Hilfe nordsuchender Kreiseltheodolite.


Laufzeit: seit 1992

   

Systemkalibrierung geodätischer Messinstrumente
Die zunehmende Komplexität geodätischer Messsysteme verbunden mit der wachsenden Unkenntnis der internen Messabläufe erfordert neue Ansätze der Überprüfung und Kalibrierung geodätischer Instrumente. Weni-ger soll der einzelne Sensor untersucht werden, vielmehr steht eine gesamtheitliche Überprüfung des Messsystems im Vordergrund. Dabei geht es um eine neue Modellierung des Kalibrierprozesses in engem Zusammenhang mit dem Aufbau der Kalibrieranlage. Weiterhin soll bei dieser Systemkalibrierung auch die Rückführbarkeit des Messergebnisses gesichert sein.
Eng verbunden mit diesen Untersuchungs-methoden ist im Rahmen eines Qualitäts-managements die objektive Bestimmung der aufgabenspezifischen Messunsicherheit.
Laufzeit: seit 1997

Entwicklung und Erprobung spezieller Messverfahren zur präzisen Orientierungsübertragung mit Hilfe von inertialer Messtechniken unter besonderer Berücksichtigung systematischer Fehlereinflüsse
Die Orientierungsübertragung mit IMU´s für geodätische Anwendungen – wie z.B. im Tunnelbau - ist im Vergleich zu den vielfach praktizierten Einsätzen mit nordsuchenden Kreiseltheodoliten ein kaum eingesetztes Messverfahren. Sowohl in Labor- als auch praktischen Tests werden Messverfahren für den praktischen Einsatz erprobt, wobei auch die theoretisch unterschiedlichen Messprinzipien zwischen den schwere-gefesselten nordsuchenden Kreiseln und der inertialen Messsysteme zur Reduzierung systematischer Messabweichungen genutzt werden sollen.
Laufzeit: seit 2000

   

Synchronistionstechniken bei der Datenaquisition von kinematischen Multisensorsystemen
Multisensorsysteme zur Objekt­erfassung werden zunehmend auch im kine­matischen Modus eingesetzt. Genauigkeits­forder­ungen und Datenfrequenz stei­gen dabei zunehmend, so dass an die räumliche und zeitliche Zuord­nung von Sensoren und Mess­signalen immer höhere Anfor­der­ungen zu stellen sind. In einer ersten Phase konnte zur systematischen Untersuchung der dabei anfallenden Probleme ein hochpräziser Zweiachstisch der Fa. Contraves als Bewe­gungs­simulator in Betrieb genom­men werden.

Laufzeit : seit 2005

Industrielle Messtechnik
In der industriellen Messtechnik gilt es zumeist mit wirtschaftlichen Messverfahren höchste Genauigkeit zu erreichen. Dies erfordert die Entwicklung von innovativen Messkonzepten und Sensorsystemen sowie deren Validierung bzw. Eignungsüberprüfung. Das Geodätische Labor beschäftigt sich daher intensiv mit der Automatisierung von Mess- und Auswerteverfahren im industriellen Bereich. Des Weiteren gehören die Entwicklung von Spezialaufbauten und die Validierung von Messsystemen zu den Hauptaufgaben.

Laufzeit: seit 2000